Mudra Workshop

Mudra ist ein Aspekt des Yoga, noch relativ unerforschtes Gebiet, aber in der Yogapraxis ein unerlässlicher Teil. Oft werden Mudras in Asanas oder Meditation eingesetzt ohne sich drüber Gedanken zu machen warum, was nicht so schlimm ist, aber es ist manchmal gut zu wissen, warum man etwas tut.

Mudras trifft man im Tantra, Yoga und Buddhismus, sowie im klassischen indischen Tanz. Die Bedeutungen und Ausführungen der Mudras aus verschiedenen Quellen haben ihre Berührungspunkte. Ihre wichtigste Bedeutung ist Mudra als ein Stempel oder Siegel, ein symbolisches Zeichen nach außen (um eine bestimmte Wirkung zu erzeugen).

Generell ist Mudra ein Aspekt des Yoga welches für fortgeschrittene Schülerlnnen geeignet ist, aber jeder kann sie kennenlernen und doch praktizieren, auch Menschen die sonst keine Asanas oder ein anderes Yogaprogramm machen.

Weil Mudras praktisch sind und weil man sie überall ausführen kann, würde ich sie sogar als „miniatures Yoga“ nennen. Sie können genauso tiefe Wirkung wie eine 90 minütige Yogaeinheit erzeugen. Es geht hier hauptsächlich um Mudras die mit Händen / Fingern ausgeführt werden. (Es gibt z.B. auch „Ganzkörpermudras“, Zungen- oder Augenmudras).

Wie auch bei den Asanas, gibt es auch bei Mudras bestimmte Regeln. Man muss immer auf die genaue Situation des Menschen schauen. Jemand der z.B. „zu herzig“ ist, dem würde ich ein Mudra „zur Öffnung des Herzens“ nicht empfehlen oder zumindest nicht länger zu halten, um diese Energie „zu stabilisieren“. Genauso wenn man ein Mudra gegen ein Beschwerde einsetzt, sollte man aufhören sobald sich der Zustand gebessert hat, bzw. man sollte die Mudras nicht mehr so lange halten und in manchen Fällen, schrittweise „absetzen“. Eine ähnliche Situation haben wir auch in Homöopathie, z.B. wenn ein Mittel gewirkt hat, dann sollte man es absetzen. Im Gegenteil kann sich der Zustand verschlimmern und es kommt eher zum Ungleichgewicht, als das wozu man gestrebt hat, nämlich ein Gleichgewicht herzustellen.

MUDRAmoja (1)

Unsere Hände sind besonders, genauso wie unsere Füße und Kopf. Man kann sagen das sind die Antennen zur äußeren Welt; die Füße sind Kontakt mit der Erde, der Kopf mit dem Cosmos und die Hände sind irgendwo „dazwischen“, sie sind wie ein Vermittler der erdlichen und kosmischen Energien. Mit Händen nehmen wir und geben, mit Händen können wir kreativ sein, die Hände arbeiten, beten, berühren. Mit den Händen können wir auch vieles zeigen. Und das ist auch eine Bedeutung von Mudra: „die Geste der inneren Einstellung“. Ich interpretiere das auch so: „ich möchte eine Grenze zur äußeren Welt zeigen“, „in mir findet gerade ein Prozess statt“, „ich sammel´mich gerade, bitte nicht stören“. Auf den ersten Blick würde man vielleicht denken: Diese Mudra Praxis ist eine egoistische Praxis! Aber wir wissen schon wie wichtig das ist, die Zeit für sich selbst zu nehmen, sonst drohen uns Burnout, Depression, Hyperempfindlichkeit, Allergien, allgemeine Schwäche und eine ganze Reihe von psychosomatischen Beschwerden. Davon kann im Endeffekt keiner profitieren. Deswegen, finde ich, ist ein Bißchen gesunden, positiven Egoismus nötig und man soll sich davon nehmen soviel man braucht.

Mudras, sie lenken die Energien in unserem „System“ auf so eine Art und Weise dass die Energie, die wir unbedingt brauchen, im Körper bleibt und nicht unnötig zerstreut, bzw. nach außen gebracht wird. Mudras helfen also die Energie wieder dahin zu bringen wo sie hingehören, z.B. zu einem geschwächten Organ.

Die Lebensenergie ist eine dynamische Kraft und, um Geshundheit zu erhalten, muss sie frei im Körper und Geist fließen. Wenn aus irgendeinem Grund die Energie blockiert, geschwächt oder verstärkt fließt, kann man Mudras einsetzen. Prana oder die Lebensenergie ist ein Potential welches wir durch Mudras bewusst und intelligent einsetzen können.

Aus dem Sanskrit übersetzt मुद्रा = mudra, besteht aus zwei Wörtern „mud“ = fröhlich und „ra“ – das was gibt, also mudra ist etwas was Fröhlichkeit / Freude gibt. Im Sanskrit Wörterbuch kann man auch andere Beduetungen finden, wie z.B.: Rausch, Glücklichsein, eine Art von Droge. Es ist natürlich ein „Rausch“ der gut tut, weil wir mit unserer eigentlichen Freude, einer Freude ohne Grund, Ursache oder Hintergedanken verbunden werden, bzw. wir selbst werden Freude!
Ich lade dich ein diese wunderbare Technik beim Yogaurlaub in Kroatien 5.-12. August kennenzulernen und auszuprobieren! Mehr über diesen Retreat erfährst du hier: http://www.derkleinetempelyoga.net/yoga-sandstrand-weinreben

Ich werde aber bestimmt weitere Workshops zu diesem Thema veranstalten, auch an anderen Orten.
Bis dann!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s