Atme deinen Geist

Warum ist das Atmen im Yoga so wichtig?

Erstens, ist das tiefe Atmen durch Stress, Umweltverschmutzung und hektisches Leben fast nicht mehr möglich. Das tiefe Atmen wird einfach vergessen, verlernt und mit Yoga kann es wieder erlernt werden.

Zweitens, jeder Atemzug steht im Yoga in direkter Verbindung mit dem Geist oder sagen wir mal, mit der Substanz des Geistes. In Yoga wird sie Vrittis genannt. Es gibt so viele Vrittis oder Bewegungen des Geistes dass wir sie alle nicht bewusst wahrnehmen können…Es arbeitet ständig.

Da die Yogis schon vor tausenden von Jahren festgestellt haben das der Atem in direkter Verbindung mit dem Geist und, besser gesagt, mit dem Zustand des Geistes ist, fangen sie an bestimmte Meditationen durchzuführen, was ihnen ab einem Zeitpunkt ermöglicht hat festzustellen dass der Geist ein Tool ist, aber nicht die Essenz des menschlichen Wesens. Mit Pranayama konnten sie ihr Prana (die Lebensenergie) und im Endeffekt auch ihr Leben, steuern.

Vielen ist bekannt, dass so wie wir denken so können wir werden. Aber vielen ist nicht bekannt dass der Atem unseres Denken verändern kann. Deswegen sagte Patanjali, ein Yogi der als erster Yogaweisheiten in Yogasturas niedergeschrieben hat, dass „Yoga´sch chitta vritti nirodhah“ ist (Yoga ist das „zur Ruhe Bringen“ der Bewegungen im Geist.) Damit meinte er unter Yoga nicht nur Asanas (Yogakörperhaltungen, bzw. Yoga wie wir es heute meistens kennen) sondern auch Atemübungen und Meditation, was auch nicht als getrennt angesehen werden kann.

Unter Stress atmen wir unser Leben aus uns heraus. Unsere Lebensenergie wird leichter verloren. Wir veratmen unser Prana (die Lebenskraft, die Energie, die in uns steckt). Wir möchten aber das Leben einatmen und leben! Die erste Übung die uns dazu bringt ist tief in den Bauch einzuatmen und spüren wie der Sauerstoff das ganze Becken füllt. Jedem ist auch das Gefühl bekannt wenn man mit voller Lunge einatmet, ein Gefühl der Erleichterung oder sogar Freude und Zufriedenheit ist automatisch vorhanden. Dazu kann zum Beispiel die vollständige yogische Atmung verhelfen.

Yoga, so wie ich es praktiziere, beinhaltet verschiedene Atemübungen, die es dem Anwender ermöglichen, sein Prana und verschiedene Pranayama Übungen kennenzulernen. Wir laden unsere Akkus aktiv durch bewusstes Atmen auf. Mit mehr Lebenskraft gelingt es uns, Freiräume zu schaffen, Dinge abzuwehren, die unsere Lebenskraft verstimmen. Jedoch für eine ernste Beschäftigung mit dem Prana ist ein erfahrener „Pranayama Guru“ notwendig! Auch ganz wichtig ist es – nicht zu rauchen.

Gerne zeige ich dir,

in der traumhaften Umgebung von der Insel Susak, die alten indischen Lehren des Pranayamas, vom 15. bis 22. Juli 2018.

 

man posing on sea shore during daytime

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