Accessoirs – beim Yoga bitte ablegen

Ich bin keine Befürworterin vom Nackt Yoga, aber ein Yoga Raum ist ein Raum welchen wir „so nackt wie möglich“ betreten sollen. Das fängt erstmal mit Äußerlichkeiten wie Accessoirs an. Die Bedeutung des französischen Wortes accessoir ist zusätzlich, aber auch nebensächlich. Accessoirs können das Leben verschönern, aber beim Yoga sind sie wirklich nebensächlich und oft sogar störend.
Warum ist das so? Nicht nur dass z.B. Ringe, Ohrringe und Armbände den Energiefluß stören können (und beim Yoga geht es um ganz bestimmte Energieflüsse), wir möchten unsere Konzentration nach innen und nicht nach außen richten, z.B. ständig auf die Armbanduhr zu gucken. Kontrollewahn und Eile haben im Yoga nichts zu suchen. Du wirst schon von dem Yogalehrer erfahren, wann die Yogastunde zu Ende ist.

ARMBANDUHR
Das Äußere lassen wir, so viel es geht, draußen. Das was wir im Äußeren tun, kann sich auch auf das Innere übertragen. Armbanduhr, der ganze Schmuck und vor einigem Handy sollen weit weg von der Yogamatte bleiben. Wenn möglich, sollte man auch die Brille in ein festes Etui ablegen.

In dem wir Accessoirs ablegen, kehren wir die Aufmerksamkeit mehr zu uns selbst, zu unserem Selbst – dafür sind wir auch zum Yoga gekommen!

So lassen wir unseren Beruf, verschiedene Lebensrollen, Ansichten, Erwartungen und alle Konzepte – draußen. Im Yoga üben wir uns, alle Konzepte zu überwinden um das „nackte“ Bewusstsein oder das pure Sein zu erfahren.

Kleine Ohrringe sind vielleicht nicht so störend beim Yoga wie ein Handy zum Beispiel. Wir können unsere Augen nicht auf die Ohrringe richten, aber schon auf das Handy. Das ist nicht in allen Yogazentren so und es kommt eher seltener vor, aber es gibt Menschen, die sich von ihrem Handy nicht trennen können. Sie lesen die letzten Nachrichten, wartend auf den Beginn der Yogastunde. In bestimmten Yogakörperhaltungen schaffen sie es sogar zu gucken ob eine SMS gekommen ist oder nicht.

Viele nehmen das nicht so wahr, aber auch die Zeit vor dem Beginn einer Yogastunde, genauso wie die Zeit danach, ist eine Zeit die auch zur Yogaeinheit gehört. Es empfiehlt sich ungefär 10-15 Min vor dem Stundenanfang zu kommen um (schon) entspannt anfangen zu können und nicht gehetzt in die Stunde einzuspringen. (Es empfiehlt sich). Auch nach der Stunde ist es schön, die Wirkung des Yoga nachspüren zu lassen und sich in einer entspannten Atmosphäre zu verabschieden und nicht gleich zu einem anderen Termin zu hetzen.

FRAUpixa
Klamotten, die man für das Yogapraktizieren anzieht, ist eher eine Nebensache, jedoch in manchen Punkten schon wichtig. Sie soll nirgendwo am Körper einengen und bei bestimmten Asanas nicht stören, z.B. die Hose und T-Shirt sollten beim Schulterstand / Kopfstand nicht rutschen und übers Gesicht fallen.

Yoga bedeutet oft viel mehr als das was man sich normalerweise vorstellt. Leider wird es noch oft mit einer sportlichen Leistung verbunden und man macht es nur um „etwas für die Gesundheit zu tun“ oder weil jemand Bewegung oder „betrieblichen Gesundheitsmanagement“ propagiert. Gerade Zeit, Leistung und ein erzwungenes Bedürfnis nach fit-sein oder fit-bleiben, bedeutet es nicht, wirklich Yoga zu machen. Yoga ist eine, meistens 90-minütige Gelegenheit, so frei wie möglich zu sein, angefangen mit den unnötigen, nebensächlichen Äußerlichkeiten.

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