Kommunikation – Vishuddhi Chakra Teil 2

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Alle (oder viele) reden über Kommunikation und wie wichtig sie ist, aber was versteht jeder unter diesem Begriff?Jeder (oder fast jeder) möchte Ehrlichkeit und Offenheit, aber wie stark oder offen ist man selbst, um die komplette Offenheit und Ehrlichkeit des Anderen zu akzeptieren? Wie kann man es liebevoll rüberbringen, so dass niemand verletzt wird?Jeder (oder fast jeder) will Wahrheit, jedoch kann die Wahrheit jemanden richtig runter machen. So lebt man lieber in einer kleineren oder größeren Lüge (eine Komfortblase).

Du willst verstanden werden, aber verstehst du dich selbst? Wie verständlich drückst du dich selbst aus und bist du dir sicher dass dich anderen auch so verstanden haben wie du es gemeint hast? Von einer Skala 1 – 10, wieviel verstehst du dich selbst und alles was in dir vorgeht und warum? Vielleicht glaubst du an 10, wobei realistisch sind es nur 3. Vielleicht bist du wirlich sehr weit vorne, vielleicht hast du keine Ahnung. Bist du jemals in dich so tief eingetaucht um bestimmte Zusammenhänge zu verstehen oder hast du alles unter den imaginären (doch sehr präsenten) Teppich der Vergessenheit gekehrt?


Das kalendarische Ende des Jahres (nach gregorianischem Kalender natürlich) ist gut, auch in unseren Leben gut aufzuräumen. Aber richtig, keine Ecke dreckig zu lassen, all den Schmutz den wir sonst stehen lassen als ob es von alleine verschwinden wird; die kleinsten Staubenpartikel, Papierchen und manchmal wirklich eklige Dinge, sie erzählen viel über den Müll, den wir in unseres Unterbewusstsein stopfen und sammeln.

Wenn wir davon ausgehen, dass alles was außen ist auch ein Teil oder ganz das Abbild unseres Inneren ist, dann kannst du sehr viel sehen wo du stehst und das kann erschreckend sein. Aber es ist wichtig, um davon zu starten, wo du gerade bist. Ohne Scham, Moral oder Vorwurf, nimm einfach alles auf was da ist und lass einen neuen Zyklus anfangen. Einen Zyklus der Kommunikation und Ehrlichkeit mit dir selbst.
Wenn das geschehen ist, dann kannst du nie wieder dich selbst oder jemanden anderen verletzen (nicht bewusst), weil du mehr und mehr im Einklang und Liebe mit dir selbst bist und lebst. Eine Übersetzung oder Interpretation der Vissudhi Chakra ist „der Ort der besonderen Reinheit“.

Um in diesen Zustand zu kommen, ist es wichtig, erstmal mit dir selbst richtig zu kommunizieren. Sich selbst als besten Freund oder als Liebenden und Geliebten zu sehen. Wenn du versuchst, Mutter oder Vater (oder am besten beides) für dich selbst zu werden und dich als Kind siehst. Wie behandelst du dich selbst dann?Kommunikation ist erstmal eine Verbindung, Beziehung. Die Frucht der Kommunikation ist Verständnis oder auch Mißverständnis. Die Kommunikation oder die Beziehung zu sich selbst muss erstmal nicht in Worte gefasst werden, es ist einfach Alles was in dir geschieht. Alles ist eine ständige Kommunikation.
Ich glaube aber dass wir uns alle einigen können, eine wärmende, klärende und konstruktive Kommunikation haben zu wollen?


Wie kannst du es mehr ins Bewusstsein holen um einen neuen Raum zu erschaffen, einen Raum in dem du dich selbst besser verstehst und somit freier, lebendiger und liebevoller leben kannst?

AUFSCHREIBEN

Du kannst aufschreiben, welche Gedanken und Gefühle du unterdrückt hast, aber ganz genau weißt dass sie wichtig sind. Vielleicht wiederholen sie sich wie ein roter Faden durch dein Leben, aber du wolltest ihnen keine wirkliche Aufmerksamkeit geben, weil sie halt, unangenehm sind. Du dachtest, sie werden sich von sich aus auflösen. Für eine Weile kann das auch der Fall sein, aber sie können in bestimmten Konstellationen wieder auftauchen und das ist auch oft der Fall.
Dann heißen sie Trigger. Nicht alles im Leben ist ein Trigger. Nur das was sich wiederholt und uns keine Ruhe gibt, ein ziemlich belästigender Gedanke, inneres Bild, Emotion, körperliche Reaktion, etwas Unangenehmes, egal wie es sich manifestiert, aber uns belästigt und erschüttert und wird stärker. Wenn das der Fall ist: halte inne und schreib es auf. Gib dem Trigger die Möglichkeit, als Wort auf das Papier rauszukommen.

KONTEMPLATION ÜBER DIE EIGENEN „THEMEN“

Schaue dir das Aufgeschriebene an:
Warum kommt das hoch?
Was will es mir sagen?
Was genau wird gefühlt?
Warum ist es für mich wichtig?
Welche Ängste kommen hoch?
Sind sie 100% real? (Als Erweiterung empfehle ich hier die 4 Fragen aus „The Work von Byron Katie“)
Hier schreibst du ebenfalls alles auf (auch die irrationalsten Antworten! – die verbergen oft einen Hinweis und oft die Lösung)

MUSTER ERKENNEN UND TRANSFORMIEREN

Du kannst etwas erkennen und transformieren, nur wenn du es auf die Oberfläche kommen lässt, es muss aus dem Schlamm der Gefühle, Gedanken, Bitterkeit, Wut und Ärger (Dunkelheit) wie eine Lotusblüte rauskommen. Sie ist erstmal noch auf der Oberfläche des Wassers verschlossen.Es kann aber gesehen werden, so auch das was aus deiner Tiefe kommt, kann jetzt angesehen, ausgesprochen oder aufgeschrieben werden. Und auch wenn die Blüte noch verschlossen ist, kann schon eine Erkenntnis und Transformation manchmal augenblicklich passieren, manchmal braucht es noch (viel) Zeit. Wenn du ihr die Möglichkeit gibst, wird sie sich öffnen und eine der schönsten Blumen der Erde werden. Nicht umsonst ist diese Blume ein Symbol der Transformation.

ERFOLGSTAGEBUCH

Schreibe was du jeden Tag wichtiges gemacht hast (für DICH WICHTIG) um nach der Erkenntnis nicht in ein altes Muster wieder zu verfallen. Auch wenn es für jemanden selbstverständlich ist, für den anderen ist es eine große Leistung, z.B. den Müll an einem bestimmten Tag wegzuschmeißen, um 22 Uhr schlafen zu gehen bis hin zu wirklich großen Erfolgen wie z.B. ein Suchtverhalten zu ändern oder sich von jemandem nicht manipulieren zu lassen (natürlich ergänzt das nicht eine professionelle Hilfe!). Für jeden, auch kleinsten Erfolg kannst Du Dir selbst eine Belohnung geben (für die erste Zeit). Das stärkt einfach einen freundschaftliches Gefühl zu sich selbst. Irgendwann kannst Du auch das weglassen und einfach Dein Sein und Tun genießen.
Es kann sein dass es Rückfälle geben wird, es ist menschlich. Auch der Rückfall muss verstanden und liebevoll angenommen werden um nicht wiederholt zu werden. Irgendwann wird das auch sinnlos und als 100% kontraproduktiv. Es wird einfach nicht mehr zu dir passen. Du kannst es als einen alten Bekannten ansehen und begrüßen, aber es hat keinereil Macht oder Bedeutung mehr.


DIE EIGENE INNERE ARBEIT HILFT ALLEN UND ALLEM

Jeder von uns ist ein kleines System, welches unter sich und mit allem, auf vielen Ebenen ständig kommuniziert und kommunizieren muss um zu leben.
Lass uns von einem optimal oder „ganz normal“ funktionierenden Körper ausgehen; jede Zelle funktioniert und ermöglicht dem Körper nicht nur die pure Existenz, es ermöglicht so viel Schönes, was wir im Endeffekt als Sinn des Lebens bezeichnen können. Wenn eine Zelle in ihrer natürlichen Funktion gestört ist, kann sich diese Störung, Unstimmigkeit, Andersverlauf auf das ganze System fatal auswirken. Daher sagen die großen Meister nicht einfach so, dass das Wohl des Ganzen von jedem einzelnen abhängig ist. Da wir den Gesetzen der Zeit und Raum unterliegen, braucht jede Frucht eine Reifezeit, aber kein Fruchtbaum oder seine Frucht fragt jemals oder ständig: „Wann sind wir da?“
Es liegt an jedem einzelnen wie und wieviel sie für das optimale Funktionieren und Wohl beibringen. Es muss nicht etwas Großes oder Großartiges sein. Den meisten Menschen müsste das wichtig sein, weil es sich widerrum auf dich selbst projziert oder zurückprojiziert, oft mit einer Kerzensflamme beschrieben, eine Flamme verliert nicht das eigene Leuchten wenn sie weiter verbreitet wird.
Auch wenn man eine Kerze auspustet, bleibt das Potential da. Vielleicht kommt dann eine Reaktion, sie wieder anzünden zu wollen, weil die Einfachheit und Magie der Flamme eine starke und natürliche Anziehungskraft hat und dieses Betrachten der Flamme eine (zufriedene) innere Stille entfachtet, die wiederrum das andere Ende oder vielleicht Frucht einer ehrlichen Kommunikation ist.

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