Entspannungstipps

Hier sind ein Paar kurze, praktische Übungen für verschiedene Entspannungen, beim Yoga oder auch woanders:

1. Fühlst du dich aufgeregt, atme in den Bauch hinein. Höre besonders deine Ausatmung dabei.
2. Um zu entspannen, fange mit kleinen, aber sehr wichtigen Schritten. Schließe die Augen. Nimm die Verspannung der Augen wahr und dann lass los….Entspann die Augen – bewusst. Genieße endlich den Blick nach innen und freue dich auf dich selbst.
3. Richte den Blick nach innen, schau liebevoll zu dir selbst. Vielleicht glaubst du dass du im Leben nicht alles richtig gemacht hast, aber jetzt, in diesem Moment in dem du die Augen geschlossen hast, ist alles richtig so wie es ist, weil es nur jetzt gibt. Sonst wärst du auch nicht hier. Und auch nicht jetzt. Du bist, sei…

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4. Lass dir Zeit um wieder einzuatmen oder halte für ein Paar Momente die Luft nach dem du eingeatmet hast. Nimm diese Milisekunden des Nicht-Atmens wahr. Die Momente zwischen Ein- und Ausatmen und Momente zwischen Aus- und Einatmen. (Diese Übung solltest du aber nur dann machen wenn du dich dabei 100% wohlfühlst.)

5. Allgemein gilt: längere Ausatmung – mehr Entspannung. Längere Einatmung und keine kleine „Unterbrechung“ nach der Ausatmung – Aktivierung der Aktivität!
6. Vor dem Schlafen gehe bewusst durch deinen Körper und entspanne Schritt für Schritt den ganzen Körper oder kürzer: lass deinen Körper so entspannen als ob er mit der Matratze verschmelzen möchte, lass dich fallen. Du wirst merken wie angespannt du warst – ohne es zu merken!

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Selfempowerment Yoga

Jemand hat mich gefragt, was ist denn dieses Retreat in Kroatien mit Selfempowerment, ist das wie Yoga und Brainwashing mit positivem Denken? Da es noch keine einheitliche Beschreibung oder Erklärung des Begriffes Selfempowerment Yoga gibt, versuche ich in diesem Blogartikel ein Bißchen mehr davon zu erzählen.

Der Begriff Selfempowerment oder Empowerment wird meistens in Verbindung mit Sozialarbeit gebracht, aus den 80-ern in den USA, wo es als Methode für marginalisierte und diskriminierte Gruppen einer Gesellschaft entwickelt wurde. Es geht um die Unterstützung aller Kommunen um ein selbstbestimmtes, gerechtes Leben zu erschaffen wo gegenseitiger Austausch der Hilfe oder Leistungen vorhanden ist, basierend auf Empathie, Ethik und Freiheit, zum Wohle aller. Oft in Verbindung mit anderen Bewegungen wie Antirassismus, Feminismus, politischer Aktivismus allgemein.

Die Idee des „Empowerments“ ist aber viel älter, obwhol nicht direkt so genannt. Der Mensch hat sich immer damit beschäftigt, das Leben besser zu organisieren. Egal ob es das Leben eines Individuums, einer „Community“ oder die ganze Gesellschaft betrifft, es war wichtig das Leben so zu gestalten so dass alle (mehr oder weniger) zufrieden sind und das Beste aus ihrem Leben schöpfen können.

Selbstempowerment heute wird oft mit Coaching aller Art in Verbindung gebracht, mit positivem Denken, Psychologie und Psychotherapie. Das alles stimmt und ist richtig, es ist eine Kombination aus verschiedenen Quellen und Richtungen und kann für alles mögliche benutzt werden. Letzendlich müssen wir immer bei uns selbst anfangen.

Der Sinn des Selfempowerments steht in enger Verbindung mit „schöpfen“ und „Schöpfer“. Das erstere ist ganz interessant, es heisst „nach oben holen“, „herausholen“ mit der Hand (also mit eigenen Kräften) oder z.B. mit einer Kelle (wenn es nicht mit eigenen Kräften geht, dann mit einer Hilfe). Und Schöpfer/in kreiert und bezieht sich auf uns alle, jeder kreiert sein Leben und versucht das beste daraus zu machen. Und hier kommen wir zum Selfempowerment, was in deutscher Sprache als „Selbstbejahung“ oder „Selbstbefähigung“ übersetzt werden kann. Alle vorhandene Kräfte herauszufinden und sie sinnvoll zu nützen.

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Yoga ist immer eine Art des Selbstempowerments, bzw. das Ziel des Yoga ist letztendlich ein Leben im Einklang mit den „inneren Einstellungen“, im „Einklang mit dem Universum“.

Selfempowerment Yoga wirkt auf zwei Ebenen. Die erste ist wie ich das nenne: „das allgemeine Empowerment Yoga“. Yoga mit Affirmationen kann auf Sanskrit erfolgen und zwar mit Einbeziehung von Mantren während Asanas. Sonnengruß zum Beispiel ist nicht nur eine Übung zum Aufwärmen. Sie geht viel tiefer und verbindet uns mit der Energie der Sonne. Dieser Stern ist das Leben selbst und dabei kann es nicht nur um eine bloße Übung gehen. Die Mantren die für jeden Abschnitt des Sonnengrußes bestimmt sind, sind Worte der Dankbarkeit, Verneigung zum Leben, Licht, Demut, Aktivität, Nahrung / Nähren, und ganz wichtig: etwas was immer aufs Neue erschaffen wird, genauso wie die Sonne jeden Tag aufgeht. Mit allgemeinen Affirmationen kann sich jeder identifizieren, sie tun gut, sie können aber müssen nicht tiefer in die menschliche Seele eindrigen.

scenic view of ocean during sunset

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Dieses „immer aufs Neue erschaffen“ ist die zweite Ebene des Selfempowerment Yoga. Das betrifft nur dich, als Individuum mit all deinen Stärken und Schwächen und mit deiner Lebenssituation. Hier ist es ganz wichtig, wie man Affirmationen erstellt und Vorsicht ist geboten. Die Wünsche erfüllen sich! Der Geist ist in der Lage neue Realitäten zu erschaffen, aber du kannst nie im Voraus wissen, wie sich deine Wünsche erfüllen werden, bzw. welche Konsequenzen sie mitbringen (können). Das Unterbewusstsein ist wie ein stumpfer Soldat „ohne Gehirn“, der sich bemüht deine Befehle umzusetzen.

Ich habe vor ungefähr 10 Jahren eine schlechte Erfahrung damit gemacht, mit „positivem Denken“ und „Wünsche erfüllen“. Damals kannte ich mich damit gar nicht aus, bzw. es war für mich irgendwie logisch, wenn ich genug positiv denke, dann „wird das schon“. Das waren aber Affirmationen mit denen ich die Wünsche „nach Außen“ erfüllt habe (ohne es zu wissen, ich war einfach zu naiv), statt wie ich mich selbst „einstelle“. Alle Wünsche haben sich in sehr kurzer Zeit erfüllt und das hat mich verblüfft. Jedoch weiss das Unterbewusstsein nicht, dass „ein toller Mann“ was plötzlich in deinem Leben steht, oder „eine tolle Frau“ die dich liebt wie keine andere vorher, und unzählig viele andere neue Erfahrungen, mit sich auch viele unerwartete Eigenschaften mitbringen und verbergen (können). Also die Wünsche erfüllen sich, aber auch die Nicht-Wünsche, da das Unterbewusstsein auf „wünschen“ konzentriert ist (also eine Handlung die sich von Außen auf dich projiziert) und nicht auf das Wort „sein“, also etwas wie du wirst oder bist und mit dieser Einstellung nach außen strahlst und bestimmte Erfahrungen anziehst.

Andersrum war das eine Lektion, die mich zum Verständnis von Affirmationen geführt hat.

Im Unterbewusstsein sind unsere Lebensmuster gespeichert, die Samskaras (die Eindrücke aus diesem und allen anderen Leben, aber dieses Leben reicht schon). So kannst du dir 1000x sagen: „Ich bin toll“ aber du wirst nicht das werden was oder wie du sein willst, solange Samskara, Blokade oder Muster „ich bin nicht toll“ oder „die anderen sind toller als ich“ nicht ans Licht gebracht hast und integriert hast.

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In vielen Methoden geht man davon aus dass man etwas „eliminieren“ oder „beseitigen“ muss, statt integrieren, bzw. das was schon gut ist zu stärken, das was schon vorhanden ist als Ressource zu nehmen. Daher gehen wir im Selbstempowerment Yoga anders dran und formulieren die Affirmation so dass es immer einer konkreten Lebenssituation und geistigem Zustand passt. Das ist ein dynamischer Prozess und keine schnelle Lösung.

Wenn eine Affirmation nicht wirklich tiefe Veränderungen bringt und ein Erleichterungsgefühl, einen Raum fürs Neue und du noch immer „eine Blokade spürst“, dann ist es höchstwahrscheinlich dass deine inneren Saboteuere noch am Werk sind und sogar immer stärker werden, weil du einfach nicht bereit bist. Was auch in Ordnung ist, wenn jemand „noch nicht bereit ist“. Hier kannst du z.B. die Affirmation verwenden: „Ich lasse mir genug Zeit“.

Im Yoga versuchen wir nichts zu unterdrücken! So auch nicht „die inneren Saboteuere“. Deswegen wird, zumindest in meiner Art des Selfempowerment Yoga, die Affirmation nicht so lauten: „Ich bin toll“, sondern „Ich lerne meinen Geist kennen“ oder „Ich nehme meinen Geist und Gedanken mit ernsthaftem Interesse und schaue mir ruhig und entspannt an, was in meinem Geist geschieht“, „Alles, was in meinem Geist und Gedanken aufkommt, ist willkommen wie ein Freund“, „Es ist mein Geist, meine Gedanken. Ich bin gespannt was mein Geist in der Lage ist zu produzieren. Ich schaue entspannt zu“, „Ich tauche in meinen Geist ein und schaue warum (dieser oder jener Gedanke) da ist“, „Ich höre aufmerksam und entspannt was mir eine Information im Geist sagen will“. Die Möglichkeiten und Variationen sind groß.

Irgendwann kommt man zur entscheidenden Affirmation die so aussehen kann:

„Ich entscheide selbst was ich mit meinen Erfahrungen / inneren Sabotueren / Gedanken mache“.

„Ich nehme mir die Zeit die ich brauche.“

Hier kommt es zum entscheidenden Punkt wie es weiter geht – ob man noch daran arbeiten muss oder loslassen kann und eine guttuende, darauffolgende und sinnvolle Affirmation „einpflanzen“ kann. Weiterhin müssen Affirmation mit dir selbst absolut stimmig sein und es muss sich gut und richtig im Körper, Geist und deinem ganzen Wesen anfühlen!

Nur so findet die entscheidende Bewusstseinsverschiebung.

 

 

Gesundheit und Krankheit

Das was wir unter Gesundheit und Krankheit verstehen, ist oft komplett falsch.
Besonders in den letzten Jahren sehen wir Bilder von Yogalehrern die mit einem Smoothie und Detox Programmen werben, nur rohes Gemüse essen, Kräutertee trinken und dabei noch Spaß haben.
Ok, ab und zu braucht eine oder andere Person so ein Programm und das ist völlig ok wenn du auf deinen Körper hörst und ganz genau weisst: „Ja, das ist es was ich gerade brauche“, aber allgemein gesehen, Gesundheit ist das nicht. Das ist eine oberflächliche Beschäftigung mit der Vorstellung davon was Gesundheit sein sollte.

Wirkliche Gesundheit ist wenn wir mit verschiedenen Einflüssen, Umweltgiften jeder Art (also auch eigenen geistigen oder die von anderen Menschen), Lebensumständen mehr oder weniger leicht klar kommen, bzw. eine entsprechende „Antwort“ geben können, dass heisst, unser Immunsystem „antwortet richtig“. Und das Immunsystem ist nicht nur etwas im Körper, für mich ist es vor einigem etwas „Seelisches“.

Homöopathie hat mich gelehrt dass wir den Menschen so annehmen müssen wie er ist und das, was für jemanden gesund ist, muss nicht für den anderen gesund sein. Und umgekehrt, was jemanden krank macht, merkt der andere gar nicht.

In einer homöopathischen Anamnese versuchen wir so urteilsfrei wie möglich zu sein und objektiv aufzunehmen was ein Mensch über sich sagt. Dabei sind aber nur einige der Symptome wichtig, weil genau sie uns zur Ursache und Quelle der krankhaften Störung bringen.

Manchmal ist es aber so dass manche Menschen glauben, ein „gutes Bild“ über sich in der Anamnese hinterlassen zu müssen. Sie glauben dass Homöopathen oder Heilpraktiker Gesundheitsprädiger sind, die anderen Menschen beibringen wollen wie man richtig lebt. Völlig falsch. Je ehrlicher ein Mensch in der Anamnese ist und auch bereit ist über seine „Schattenseiten“ zu erzählen, desto leichter ist es für Homöopathen das geeignete Mittel zu finden.

Es gibt Menschen die z.B. rohes Gemüse oder Vollkornbrot nicht ertragen. Sie kriegen enorme Verdauungsprobleme. Auf der anderen Seite, wenn diese Menschen Spaghetti oder Weißbrot essen, fühlen sie sich leicht und gut. Indoktriniert durch die Werbung, sie quälen sich mit Diäten, statt das zu suchen was ihnen gut tut, statt aufzuhören jemand anders sein zu wollen.

Nicht nur Yoga, vielleicht viel mehr hat mich Homöopathie gelehrt, in der Gegenwart zu bleiben und zu schauen, wo sich meine Lebensenergie gerade befindet, wo steckt sie eventuell, was sie braucht und wie es sich anfühlt wenn sie frei fließt. Sie können sich die Wirkung der Homöopathie so vorstellen: es ist die Lebensenergie (Hahnemann hat sie Dynamis genannt, im Yoga wird sie Pranashakti genannt) die auf ein homöopathisches Mittel (ein Impuls) „antwortet“. Wenn das Mittel gut ausgewählt ist, „jagt“ das Mittel die Lebensenergie bis sie alle Blockaden, Störungen und Vergiftungen im Körper und energetischer Hülle durchbrochen hat, bis die Lebensenergie wieder frei fließt. Das ist ein Zustand des Gleichgewichts und des Glaubens an sich selbst. Deswegen ist Homöopathie eine Erfahrungsmedizin und mit konventionellen Studien (noch) nicht belegbar. Verständnis über Krankheit, Gesundheit und Lebensenergie kann nur durch die eigene Erfahrung und eigene Heilung stattfinden.

Gesundheit ist für mich, ganz einfach gesagt, wenn die Lebensenergie frei fließt. Krankheit ist wenn in diesem Fluß Störungen vorhanden sind.

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Einige der besten Texte die ich über Gesundheit und Krankheit aus der homöopathischen Sicht gefunden habe, befinden sich auf dieser Webseite. Hier nur ein Auszug:

„Der Mensch ist längst krank, bevor sich eine Krankheit als organisch nachweisbare Erkrankung manifestiert. Lokale Befunde sind nur das Endergebnis des Krankheitsgeschehens vor dem Erscheinen körperlicher Läsionen. Dieses Krankheitsgeschehen, oft ohne Befunde mit nur subjektiv fühlbaren Symptomen einhergehend, betrachten Homöopathen als den eigentlichen Krankheitsprozeß. Hahnemann bezeichnete das als „Verstimmung der Lebenskraft“.
Verschiedene chronische Krankheiten und Beschwerden eines Menschen gehören aus der Sicht der Homöopathie zu ein und demselben chronischen Krankheitsprozeß. Hat jemand also mehrere Krankheitsdiagnosen gleichzeitig oder auch hintereinander, so sind diese nicht getrennt voneinander zu betrachten, sondern Ausdruck ein und derselben Grunderkrankung, welche auf einer tieferen Ebene liegt. Man sieht häufig am Verlauf einer Krankheitsgeschichte im Laufe des Lebens, wie diese Grunderkrankung immer tiefer in den Organismus vordringt – mit immer anderen Diagnosen, die heute meist als ziemlich unabhängig voneinander betrachtet werden. Durch eine nur auf die oberflächliche Erscheinung einer Krankheit gerichtete Behandlung, welche die zugrundeliegende Störung der sogenannten Lebenskraft (s. u.) nicht heilen kann, wird dem Krankheitsprozeß nur die Ausdrucksfläche geraubt, die Grunderkrankung besteht jedoch unverändert fort und manifestiert sich dann tiefer im Organismus, so daß die Krankheit dann nicht wirklich geheilt, sondern nur unterdrückt ist, selbst wenn das bestehende Leiden scheinbar erst einmal verschwunden ist. Kein Homöopath könnte sich mit seiner Behandlung zufrieden geben, wenn nach der scheinbaren Heilung einer Krankheit später ohne äußere Einwirkung eine schlimmere folgt.
Da die Homöopathie in der Lage ist, die Lebenskraft zu stimulieren, hat sie die Möglichkeit, diese Grunderkrankungen zu erreichen und sie auch zu heilen.“

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In Homöopathie, aber auch im Yoga, wird Krankheit nicht unbedingt als etwas Schlimmes angesehen, sondern als eine Möglichkeit der Selbstverwirklichung und Stärkung.

Eine richtige homöopathische Behandlung bringt den Menschen zu vielen Einsichten über sich selbst und er entwickelt Selbstheilungskräfte. Eine homöopathische Behandlung bringt den Menschen aus dem Ungleichgewicht auf den „richtigen Weg“. Genauso das tut Yoga auch, aber auf eine andere Weise und es dauert eventuell ein Bißchen länger. Gemeinsamkeit der beiden Methoden liegt darin dass sie den Menschen stärken, so hat das Schwache oder Krankhafte keine Chance hat sich zu entwickeln oder sich mehr zu entwickeln.

Homöopathie und Yoga sind oft ergänzend und Homöopathie kann den Heilungsprozess beschleunigen. Wenn richtig angewendet, ist Homöopathie sanft und eine der genialsten Heilungsmethoden aller Zeiten.

Sein und haben

Die Sprache ist ein mächtiges Instrument, jedoch werden viele Begriffe oft verwechselt, bzw. ihre wahre Bedeutung und Anwendung nicht richtig angewendet. Besonders auf dem spirituellen Weg ist eine genauere Beobachtung der Wörter und deren Bedeutungen wichtig und wie wir sie benutzen.

Ein Paar Beispiele:

Ich bin Andreas.

Ich habe Kopfschmerzen.

Ich denke.

Du fühlst.

Natürlich haben sich in der Sprache manche Sachen einfach verselbständigt und wir verstehen schon worum es geht, aber lass uns entwas genauer anschauen was man damit sagen wollte.

„Ich bin Andreas.“

Andreas ist ein Name, also bin ich der Name? Andreas ist auch eine Person. Weiss Andreas überhaupt was er ist, wer er ist, was für eine Person? Was macht eine Person aus, was macht Andreas als Person aus? Wir können keine klare Vorstellung haben, was Andreas ausmacht und wer Andreas ist, auch wenn er uns 100 Mal „Ich bin Andreas“ sagt. Genauer könnte er sagen: „Ich heisse Andreas.“ oder „Mein Name ist Andreas.“ Das ist eine genaue Beschreibung der Tatsache und damit können wir mehr anfangen. Zum Beispiel: „Du heisst Andreas, aber weiss du wer oder was du bist? Bist du dein Beruf? Eine Rolle im Leben? Vater, Freund, Angestellter? Wer oder was bist du eigentlich?“ Darauf gibt es nicht eine einfache Antwort ausser man ist von Geburt an erleuchtet oder sich schon mit Jnana Yoga eine Weile beschäftigt hat.

„Ich habe Kopfschmerzen.“

Wenn wir dieses „ich“, nicht mit Körper, Geist oder Ego identifizieren, kann dann das „ich“ Kopfschmerzen haben? Eine genauere Beschreibung wäre: „Ich oder „das ich“ erfährt gerade Schmerzen im Kopf, einem Teil des Körpers“. Wir besitzen, haben unseren Körper und momentane Schmerzen des Kopfes sind wie ein Päckchen was wir eine Weile mit sich tragen müssen, aber unser „ich“ ist noch immer da, unberührt vom Schmerz. Genauso ist das „ich“ von Freude oder einem plötzlichen Glück unberührt, weil was oder wer sich freut oder trauert, ist das Ego. Das erfahren des wahren Ichs ist mit einer großen Freude und Glückseligkeit verbunden, aber nicht davon abhängig oder nicht identisch damit.

„Ich denke.“

Das ist ein tiefgreifender Satz. Wer oder was ist ich? Wer oder was ist das was denkt? Wer denkt? Sogar die Fragen bieten auch eingeschränkte Möglichkeiten für die Antworten. Bin ich der Geist der denkt? Und wenn ja, was ist der Geist? Bin ich das Gehirn, in dem Gedanken produziert werden? Bin ich der Geist, in dem Gedanken produziert werden?

Oder: Habe ich das Gehirn? Habe ich den Geist? Wenn ich das alles habe, wo ist denn das „Ich“? Wo befindet sich dieses „ich“? Offensichtlich ist das „etwas“, was den Geist und seine unaufhörliche Tätigkeit – Gedanken zu produzieren – wahrnehmen kann. Das „ich“ nimmt den Geist wahr, dann kann das „ich“ nicht der Geist sein, es kann den Geist nur haben! Obwhol wir uns tagtäglich mit unserem Geist identifizieren und glauben, wir seien der Geist oder wir seien unsere Meinungen.

Die Übersetzung von „Ich denke“ könnte sein: „Das ich nimmt Gedanken wahr.“ oder „Ich – das was ist – beobachtet gerade Gedanken, die im Geist, wie auf einer Kinoleinwand, kommen und gehen.“

All diese Fragen sind nicht nur reine Philosophie, sie kommen aus einem Zweig des Yoga, welches Jnana Yoga heisst, Yoga der Erkenntnis. Jnana Yoga kann manchmal anstrengender als Asanaüben werden, weil es uns zwingt, Identifikationen allem was im Leben durch Erziehung, Schule und Erfahrungen angehäuft wurde, loszulassen. Jnana Yoga heisst, „das wahre ich“ zu erfahren, das wahre Selbst zu erkennen.

„Du fühlst.“

Fühlst Du wirklich, oder erfährt dein Körper oder Geist gerade etwas? Das „ich“ kann eigentlich nicht fühlen, wir glauben nur dass ein abstraktes „ich“ etwas fühlt. Wir wissen nicht mal was oder wer wir sind. Haben die meisten Menschen überhaupt Lust, Kraft und Interesse, mit existentiellen Fragen sich zu beschäftigen? Wer weiss schon ganz genau was oder wer man ist?

„Es“ oder das „ich“ oder „das was ist“,  kann ein Gefühl, ein Geschehnis wahrnehmen. Das „ich“ beobachtet und, mittels Körper, Geist und Sinne, erfährt. Das „ich“ kann nicht direkt fühlen, denken oder irgendetwas machen, ausser zu sein! Das „ich“ IST einfach, ohne Schnick-Schnack. Es muss nichts tun, nirgendwohin gehen oder bleiben, es hat kein Geschlecht, es kennt keine Zeit und Raum, es ist hier und überall, untrennbar, es war, es ist und es wird. Gefühle sind nur vorübergehende Wetterlagen, Stürme oder Sonnenschein, aber oft identifizieren wir uns auch mit unseren Gefühlen. Oft nehmen wir etwas Vergängliches als Wahrheit.

Die Erkenntnis, dass man das ist, was Nicht-Vergänglich ist, heisst es: Sat-Cit-Ananda (das bewusste Sein, die Erfahrung des grenzenlosen Seins. Sat ist die Wahrheit, Cit ist das Wissen, Ananda ist die Glückseligkeit, möglicherweise aus dem Wort Ananta gekommen, was Unendlichkeit beduetet.

„Das Sein“ ist immer frei. Nur unsere Identifikationen, Anhaften an das Äußerliche, an unsere Gedanken, an Bedürfnis ständig Strukturen zu finden, die etwas erklären sollten. Es macht Angst, keinen Boden unter den Füßen zu spüren oder leer zu sein und nichts zum anlehnen zu haben, zumindest einen Standpunkt, etwas vorauf man sich verlassen kann, Herkunft, Land, Bücher, Gesellschaft. Deswegen wollen auch viele Menschen keine Freiheit, weil sie nicht wissen, was sie damit anfangen sollen. Die meisten Menschen werden nicht zur Freiheit erzogen, in der Schule lehrt man nichts darüber. Es wird eher dazu gezwungen sich anzupassen und zu glauben dass man nicht genug so ist, wie man schon ist. IST.

Freiheit zu erfahren ist auch eine Übung, eine andauernde Yogaübung! Auch ich übe ich mich noch, aber immer mit mehr und mehr Vergnügen.

Um ungefähr dir vorstellen zu können, was Jnana Yoga ist, sowie den Unterschied zwischen haben und sein, empfehle ich Videos von Mooji.

 

Yoga Retreats damals und heute

Retreats oder Rückzüge gab es schon immer, als eine religiöse oder spirituelle Praxis. Das konnte individuell in Klöstern oder auch in Form von einer Versammlung der Gleichgesinnten stattfinden. In beiden Fällen ging es um einen Abstand vom Alltag zu gewinnen, um nachzudenken und die spirituelle Praxis zu vertiefen, die Worte des Gurus zu hören, sich in einer spirituellen Gemeinschaft „weiter zu entwickeln“.

Yoga Retreats gab es früher meistens nur in Ashrams (klösterähnlichen spirituellen Zentren, ursprünglich in Indien). Es ging oft um einen längeren Aufenthalt, manchmal jahrelangen. Es gab, damals wie heute, die Möglichkeit als „Karmayogi“ in einem Ashram zu arbeiten um dafür Essen und Unterkunft zu bekommen und am Programm teilzunehmen. Aber auch einfach so, als Yoga- oder Medtiationsinteressierte, kann man in den Ashrams eine längere Zeit verbringen. Indische Art von Ashrams und spirituelle Kommunen haben sich schnell in der ganzen Welt verbreitet.

Populär waren und sind noch immer z.B. Maditation-Retreats in buddhistischen Ashrams wie z.B. Vipassana Meditation und auch Yoga / Ayurveda Retreats in Indien. Die Teilnehmer tauchen in das spirituelle Leben tiefer ein. Es ist eher eine besondere Entscheidung und nicht ein Urlaub. Man kann sich nicht so leicht oder beliebig für etwas anderes entscheiden, auch wenn es jemandem nicht so wirklich gefällt. Oft wird so ein Aufenthalt als ein Test, eine Übung fürs Ego angesehen und nicht als eine Entspannung oder Wellness. Die inneren Konflikte, werden als ein Prozess, das „eigene Thema“ oder Mißverständnisse mit anderen Teilnehmern als „eigener Spiegel“ angesehen.

Die meisten heutigen Yoga Retreats, welche ungefähr in den letzten, höchstens 10 Jahren in der ganzen Welt angeboten werden, sind eher ein Urlaub mit Spuren von einem Retreat, weil ein Yoga Retreat von heute meistens nur eine Woche dauert. Die Grenzen zwischen einem Urlaub und Retreat sind nicht mehr so klar, bzw. ein Urlaub wird Retreat genannt.

Man muss heutzutage nicht mehr in eine weit entfernte Kommune oder Ashram gehen um sich zurückzuziehen. Yoga und Meditation Retreats können sogar in einer Großstadt stattfinden. Ein Yoga Retreat oder Urlaub mit Yoga, sowie nur ein Wochenende mit Yoga ist heutzutage jedem zugänglich geworden, was sehr gut ist, aber anderseits hat es an der Bedeutung vom Retreat verloren.

Sicherlich ist eine Reise mit Yoga ein Erlebnis, aber es ist eher unmöglich, in nur einer Woche die Wirkung eines Retreats tiefer zu erleben, bwz. seine langfristige Wirkung zu spüren, ausser man übt schon länger Yoga und sieht so ein Retreat als eine Abwechselung und Vertiefung der eigenen Yogapraxis. Retreats heutzutage, sind eher Tage mit Yogastunden, gutem Essen, vielen Gesprächen und der Kontakt mit den „Reizen der Außenwelt“ ist locker.

Bei jeder spirituellen Praxis, dauert es mindestens 21 Tage bis sich der menschliche System auf neue Einflüsse und Energie gewöhnt, oder sie im „eigenen System“ befestigt, verinnerlicht. Erst nach dieser Zeit beginnen sich die Wrkungen überhaupt zu entfalten. Alles was vor diesen 21 Tagen passiert, sind nur Spuren, die kleinen Impulse vom Yoga. Verkürzte Angebote und größere und schnellere Reisemöglichkeiten haben es geschafft, Yoga auch in so eine kurze Zeitspanne, effektvoll anzubieten und doch einen kleinen, aber wichtigen Rückzug zu ermöglichen. Jedoch ist es unehimlich wichtig, besonders für Menschen die im Yogaurlaub oder einem Retreat mit Yoga erst angefangen haben, Yoga weiter zu praktizieren.

Die meisten Retreats heutzutage sind nur ein kleiner Ausflug in die Welt des Yoga. Trotzdem ein schöner!

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Yoga Retreats 2008-2018, ein Rückblick zum Jahresende

Wenn ich auf die vergangenen Jahre zurückblicke, denke ich: „Hey das war gar nicht mal so schlecht!“ und bin unheimlich stolz auf mich. Vielleicht hört sich das etwas überheblich an, aber ich bin aus diesen Gründen stolz:

1. trotz einer geringer Anzahl der jährlichen Retreats, habe ich damit nicht aufgehört

2. auch wenn mir ein Retreat kein finanzielles Vermögen gebracht hat, blieb ich dabei, weil es mir Spaß machte

3. es hat mein fast verlorenes Vertrauen in Menschen, Natur, Universum und mich selbst gestärkt

4. es hat mir gezeigt, dass wenn Dinge aus dem Herzen geplant werden, auch tatsächlich stattfinden!

Und so fing es an:

2008

In diesem Jahr wurde die Idee von Yoga Retreats in Kroatien geboren, sowie meine freiberufliche Yoga Arbeit unter dem Namen „Der kleine Tempel“. Da im Jahr 2008 Werbemöglichkeiten eher beschränkt waren und Social Media noch nicht in diesem Maße wie heute entwickelt war, kam zum Retreat nur eine Person! Eine aber feine. Wir machten Yoga in Lovran, am frühen Morgen, mit dem Ausblick zur Kvarner Bucht.

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Lovran Strand beim Sonnenaufgang

2009

Ich entdeckte das Yoga Retreat „Suncokret“ welcher schon damals ein der ersten Retreats in Kroatien und Europa war, als ein fester Ort für alle Yogainteressierte, auf der Insel Hvar. Ich weiss nicht woher ich den Mut gesammelt habe, dort ein Kirtan Retreat anzubieten. Wer noch nicht weiss, Kirtan ist eine besondere Art des Mantrasingens, oft mit Instrumenten begleitet. Der „Kirtanleader“ singt die erste Strofe und die Gruppe wiederholt dann diese Strofe. Und so geht es weiter, bis man fast in eine Art Trance fällt oder zumindest in eine Art der Glückseeligkeit.

Es ist schon mehrfach nachgewiesen dass Singen allgemein heilsam ist oder sein kann. Wie unterscheidet sich dann das Mantrasingen vom Singen allgemein?

Melodie und Töne können verschiedene Veränderungen im Gehirn aufweisen, positive wie negative, guttuende oder nicht-so-gut-tuende. Es ist schon ein Unterschied wenn man schöne und unterstützende Worte hört und aufnimmt oder zerstörerische.

Die alten Rishis waren die Weisen, die „Seher“ und die „Wissenden“. Wie das oft in der Religion oder Spiritualität ist, die heiligen Texte werden manchen Menschen einfach – offenbart. Nicht umsonst heisst Sanskrit Devanagari Sprache oder die Sprache der Götter. Damit meinten sie nicht (wie oft in anderen Religionen vorhanden) bestimmte Regeln, sondern die Eigenschaften jeder Silbe! Die Silben verbinden sich nach bestimmten Regeln und verursachen bestimmte Wirkungen. Wörter verbinden sich in Hymnen und Aufrufe (die man noch heutzutage auf Ganges bei Ritualen hören kann). Jedenfalls wussten die Rishis von der Wirkung des Klangs aufs Gehirn und nicht nur das, sie wussten das der Klang eine Schwingung ist, welche auf die Materie wirken kann.

Ein Klang, wenn richtig eingesetzt, kann etwas verändern, „in Tune“ bringen. So bringen wir uns mit richtig gesungenen und eingesetzten Mantren auch „in Tune mit dem Universum“.

Kirtan ist auch eine Art Reinigung. Es werden (oft unnötige) Gedanken, Bilder, Muster und Samskaras (Eindrücke die in der Unterbewusstseins-Festplatte gespeichert wurden) „gereinigt“, wie wir sonst z.B. unsere Computer reinigen. Jedoch es muss unterschieden werden: ob man damit etwas nur unterdrückt hat oder etwas richtig gelöscht, bzw. besser gesagt, transformiert hat.

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Kirtan Workshop 2009, Photoquelle: Suncokret Body and Soul Retreat, Insel Hvar

 

2010

Im Jahr 2010 waren Yoga Retreats etwas populärer geworden, so bekam ich ein Paar mehrere Interessentlnnen für mein Yoga Retreat in Lovran und ich bot wieder ein Yoga Retreat im „Suncokret“ auf der Insel Hvar an. Diesmal ging es um die „Wirkung der Asanas auf körperlichen und geistigen Ebene“. Hier kam mir intuitiv das Bedürfnis, Asanas in einem Kreis auszuführen und ich merkte, dass die energetische Wirkung dann anders ist. Menschen spüren dadurch stärker, dass sie ein Teil des Ganzes sind und dass man nicht immer auf sich alleine angewiesen ist, sondern dass man durch die Beziehungen und Zusammenhalt viel lernen und viel bewegen kann. Es war für mich selbst eine wunderbare lehrreiche Erfahrung.

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Photoquelle: Suncokret, Body and Soul Retreat, Insel Hvar 2010

 

2011

In meinem letzten Schwangerschaftstrimester mache ich noch Yoga am Strand in Lovran mit netten österreichischen Teilnehmerinnen 🙂

YogaLovran2011meditation2Yoga und Meditation in Lovran, 2011

 

2012 und 2013

Da ich selbst zum zweiten Mal frisch gewordene Mama wurde, biete ich in den zwei folgenden Sommer Retreats für Familien an, wieder in meiner Heimat, der Kvarner Bucht. Yoga mit Kindern und Eltern kann in einer Familie systemisch auch viel verändern!

 

2014

Ein Retreat in Crikvenica, mit Yoga Nidra geführt von Yogalehrerin und Architektin Nives, wunderbare Ausflüge nach Insel Krk und wie immer, das tolle vegetarisch-veganes Essen nach Fünf-Elemente-Küche. Und ja, ein Lavendelflechten Workshop war auch dabei.

Yoga Retreat mit Chakra Workshop und Yoga Nidra, Crikvenica 2014

 

2015

Einer der unvergesslichen Retreats war sicherlich Yoga und Zhineng Qi Gong Retreat mit Anita Ilicic in Brsec, wieder in meiner Heimat Kvarner Bucht. Das Haus mit einem fantastischen Ausblick, von einem der bekanntesten kroatischen Künstlern – De Karina – wird sich für immer in unsere Erinnerungen einprägen: schlafen unter den Sternen, die Sonnenaufgänge, der Ausflug nach Rovinj und viele andere, unbezahlbare Momente…

Yoga und Zhineng Qi Gong, Brsec 2015

2016

Ein Yoga und Zen Meditation Retreat mit Benjamin Rakidzija und Yoga und Zhineng Qi Gong Retreat, wieder mit Anita Ilicic, diesmal auf der anderen Seite des Ucka Gebirge, oberhalb von Lovran. Viel Wandern, Ausflug nach Beli auf der Insel Cres, ruhige Nächte weit weg vom touristischen Trubel, Wandern im Ucka Gebirge…

Yoga, Zen Meditation, Qi Gong und Wandern im Ucka Gebirge

2017

Im Jahr 2017 entscheide ich mich wieder für Dalmatien und diesmal eine andere Insel – Korcula. Ich entdecke die wunderbaren Leuchttürme Kroatiens und biete ein Yoga Retreat auf einer Leuchtturm-Insel und in Lumbarda auf der südöstlichen Seite der Korcula Insel. Die Besonderheit des Retreats auf der Leuchtturm Insel ist, dass die ganze Insel während der Woche der Yogagruppe „gehört“ und das ist ein Retreat oder der Rückzug vom Alltag oder Zivilisation, im wahrsten Sinne des Wortes!

Yoga und Self Inquiery Meditationen, 2017

2018

Wiederholung des Vorjahres: Leuchtturm Insel mit Self Inquiery Meditationen und Lumbarda mit Mudra Workshop geleitet von Tomislav Madjar, Wiederentdeckung des Partneryogas und Asanas im Kreis. Und eine Neuentdeckung: Insel Susak, mit Yoga im Weinbaufeld!

Insel Susak mit exotischen Sandstränden und fantastischen Wandernwegen
Plocica und Lumbarda Retreat 2018

 

Wie es im 2019 aussehen wird, weiss ich noch nicht. Ich plane oft spontan und es muss mit meinem inneren Gefühl resonieren. Ich vermute, ich bleibe wieder in der Kvarner Bucht, aber es zieht mich auch zu meiner zweiten dalmatinischen Heimat Novigrad in der Nähe von Zadar an.

Jedenfalls wünsche ich euch ein tolles neues Jahr! Vielleicht sehen wir uns in Kroatien!

Wer kommt zum Yogaurlaub? Ein Interview mit Ottilia

Da ohne Yogaurlaub Teilnehmer*innen meine Retreats nicht stattfinden könnten, habe ich mich gefragt, wer sind diese Menschen, warum sie Yoga machen und was sind ihre Träume und Ziele. Eine Teilnehmerin war schon drei Mal an drei verschiedenen Orten beim Yogaurlaub in Kroatien und ich konnte es nicht aushalten, ihr ein Paar Fragen zu stellen und mehr über sie zu erfahren. Das ist Ottilia Nauser, Studentin der angewandten Psychologie, Akkordeonspielerin und eine umweltbewusste junge Frau. Menschen sind oft verborgene Schätze!

Ottilia, wie bist du zum Yoga gekommen?
– Meine nicht ganz einfache Zeit, als ich noch zuhause bei meinem Vater oder meiner Mutter wohnte, haben mich geprägt, neben dem Yang-haltigen Volleyballtraining mehrmals die Woche und später, durch verschiedene Wohnungs- und Ortswechsel, suchte ich nach einem Ort, an welchem ich einfach «sein» durfte, ankommen und auftanken konnte. Und schon früh habe ich nach irgendetwas gesucht, aber ich wusste nicht was. Da war immer dieses Gefühl: «Da gibt es noch irgendetwas». Vom Power-Yoga via klassiches Hatha- und Acro Yoga fand ich nun zum Jivamukti, sowie zum Yoga Nidra und Yin Yoga.
Heute finde ich im Jivamukti Yoga, Yoga Nidra und Yin Yoga wieder zu mir zurück, kann
ankommen, sein, mich oder es akzeptieren, wie es gerade ist, mich beruhigen und
auftanken: Sei dies nach einem anstrengenden Arbeitstag, einem aufwirbelnden Ereignis, wenn mein Nervensystem Sprünge macht oder auch einfach, wenn ich glücklich bin und eine schöne, entspannende Yogastunde in Gemeinschaft erleben möchte.

Was bedeutet Yoga für dich?
– Yoga bedeutet für mich ankommen, achtsam sein, mich sein, in mich hineinhören,
auftanken, über mich hinauswachsen, aber auch in Gemeinschaft praktizieren, verbunden sein (mit etwas Grösserem, Ganzen) und glücklich sein.
Oder wie bei uns im Daya Yoga in Bern jeweils das Mantra in Sanskrit gesungen wird:
«Lokah Samastah Sukhino Bhavantu»
Mögen alle auf dieser Welt verbunden sein, in Harmonie sein und Glück erfahren.

Was machst du, wenn du kein Yoga machst?
– Durch Flohmärkte schlendern, Kleidertauch-Anlässe besuchen, wandern, zeichnen, Kerzen anzünden, kochen, im Herbst durch Wälder spazieren, Akkordeon spielen, …
Zurzeit arbeite und studiere ich Teilzeit (Angewandte Psychologie). Ich befasse mich gerade mit meiner Bachelorarbeit (Belastungen von LKW-Chauffeuren in einem grösseren Getränke-Unternehmen), habe gerade meinen Sachbearbeiter-Job an den Nagel gehängt und starte im Jahr 2019 mit einem Teilzeit-Hochschulpraktikum in der
Organisationsentwicklung.

Während unserem Retreat hast du oft vom Girotti gesprochen. Wer ist Girotti?
– Girottis sind Giraffen, welche durch mich (Ottilia) entstehen! Zu Beginn war es eine Giraffe, nun sind es mehrere oder auch andere Sujets, welche ich mit schwarzen Finelinern mit verschiedenen Mustern zeichne. Begonnen habe ich damit, als ich 2014 nach Bern zog. Eigentlich hatte ich einfach einen
Rahmen zuhause, der ca. 20x50cm misst und ich wollte ein Bild für meine Wohnung
zeichnen.

OTTILIAGIROTTI

Girotti 2

Girotti – Giraffenzeichnungen von Ottilia

Das sind klasse Zeichungen! Ich werde dich sicherlich für ein Paar Yogazeichungen für meine zukunftige Yogaschule beauftragen 🙂 Und was könntest du aus deiner Yoga und Kunst Erfahrung sagen – unterstützt Yoga die Kreativität?

– Ja, absolut! Nicht nur verschiedene Studien berichten diesen Effekt (ja, hier kommt die
Studierende hervor), auch ich bin fest davon überzeugt und spüre, dass Yoga die Kreativität fördert.
In einer Studie von Kumar und Pandya (2012) steht: “Yoga Nidra awakens the inherent
creativity and promotes the learning and memory abilities of the practitioner” und “Yoga Nidra positively decrease the stress level […] and influences anxiety level significantly”.

Du spielst Akkordeon, wie ist es dazu gekommen?
– Ja, ich habe ca. acht Jahre lang Akkordeonunterricht genossen und spiele jetzt einfach noch ab und zu für mich. Mir haben es vor allem Klezmer und französische Chansons angetan.
Nach dem Studium möchte ich mich gerne wieder vermehrt damit beschäftigten.
Wieso spiele ich Akkordeon? Es gab einen Tag der offenen Tür an der Musikschule gleich
um die Ecke, dort wo ich aufgewachsen bin. Ich durfte da einige Instrumente ausprobieren.
Ich blieb bei der Klarinette und beim Akkordeon hängen. Zuvor habe ich zwei Jahre
Blockflöte gespielt. Weshalb ich mich dann tatsächlich für Akkordeon entschied, kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich habe sogar in einem Jugendchor gesungen. Diesen Sommer (2018) habe ich das nochmals ausprobiert und an einem dreimonatigen Chorprojekt zum Thema Abba teilgenommen. Das machte Spass!

Du hast schon drei Mal an meinen Retreats teilgenommen. Was hat dich am meisten angesprochen? Und wenn du die drei Retreats vergleichen müsstest, welcher war dein Favorit und warum?
– Früh am Morgen mit dem Sonnenaufgang und Yoga achtsam in den Tag zu starten, das ist ein Erlebnis, so wie anschliessend mit der Gruppe gemeinsam zu frühstücken.
Hier zusammengefasst die Retreats, welche ich besucht habe:

1. Yogaurlaub in Lovran (Erste Erfahrung mit Yogaurlaub überhaupt, ich fühlte mich nach dieser Woche wie neugeboren und ganz bei mir, jedoch es war kein „übliches“ Retreat ausser gemeinsames Yoga am Morgen, es war ziemlich heiss und die Unterkunft im Hostel war nicht die beste Idee)

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Ottilia in Chakrasana – Yogaurlaub in Lovran

2. Unglaubliche Erfahrung auf der Leuchtturminsel! Einmalige Aussicht am Morgen,
Kaninchen (!) auf der Insel, wundervolle Menschen, Delfine haben wir am Schluss
auch noch gesichtet, schwimmen, sonst natürlich wenig Bewegungsmöglichkeiten da die Insel sehr klein ist, aber trotzdem – das ist mein Lieblingsretreat!

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Yoga Retreat auf der Leuchtturm Insel Plocica

3. Lumbarda auf der Insel Korcula – wunderbares Haus und Zugang zum Strand! Jeder konnte seinen Platz finden und wenn man nicht mit der Gruppe die Zeit verbringen wollte, konnte man sich zurückziehen oder die Umgebung von Lumbarda erkunden. Lumbarda verfügt über zwei wunderbare Sandstrände, leichte Wanderwege und viele kleine Insel die man ebenfalls besuchen kann.

Was möchtest du weiter in deinem Leben machen?
Wohin mich meinen Weg noch führen wird, auf das bin ich selber gespannt. Ich möchte mehr im Moment leben und diesen bewusst geniessen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass ich nächstes Jahr, nach Abschluss meines
Bachelorstudiums in angewandter Psychologie, zuerst einmal noch etwas mehr
Berufserfahrung sammle in der Gesundheitsförderung, dem betrieblichen
Gesundheitsförderung oder in der Organisationsentwicklung. Am liebsten würde ich 60% arbeiten und nebenbei meinen persönlichen Projekten nachgehen (Garten
bepflanzen, Girotti-Projekte, Kleidertausch organisieren, Nachbarschaftshilfe, wieder
Kaninchen als Haustiere halten). Und wer weiss, vielleicht werde ich auch noch Schuhmacherin oder mache eine Ausbildung zur Craniosacral-Therapeutin oder Yoga Nidra-Lehrerin oder ich arbeite mal auf einer Kaninchenfarm…
Gerne möchte ich auch noch reisen und an einigen Yoga-Retreats teilnehmen (zum Beispiel auch an einem Yoga-Akkordeon-Retreat! 🙂 Vielleicht läuft mir auch bald mein Traummann in die Arme und wir gründen eine Familie. Das wäre auch sehr schön.

Danke, Ottilia, für deine Zeit und viel Glück!

Und wer mehr über Girotti erfahren möchte oder ein besonderes Bild als Deko fürs Haus, Wohnung, Praxis oder Büro möchte, hier bitte anklicken.

Accessoirs – beim Yoga bitte ablegen

Ich bin keine Befürworterin vom Nackt Yoga, aber ein Yoga Raum ist ein Raum welchen wir „so nackt wie möglich“ betreten sollen. Das fängt erstmal mit Äußerlichkeiten wie Accessoirs an. Die Bedeutung des französischen Wortes accessoir ist zusätzlich, aber auch nebensächlich. Accessoirs können das Leben verschönern, aber beim Yoga sind sie wirklich nebensächlich und oft sogar störend.
Warum ist das so? Nicht nur dass z.B. Ringe, Ohrringe und Armbände den Energiefluß stören können (und beim Yoga geht es um ganz bestimmte Energieflüsse), wir möchten unsere Konzentration nach innen und nicht nach außen richten, z.B. ständig auf die Armbanduhr zu gucken. Kontrollewahn und Eile haben im Yoga nichts zu suchen. Du wirst schon von dem Yogalehrer erfahren, wann die Yogastunde zu Ende ist.

ARMBANDUHR
Das Äußere lassen wir, so viel es geht, draußen. Das was wir im Äußeren tun, kann sich auch auf das Innere übertragen. Armbanduhr, der ganze Schmuck und vor einigem Handy sollen weit weg von der Yogamatte bleiben. Wenn möglich, sollte man auch die Brille in ein festes Etui ablegen.

In dem wir Accessoirs ablegen, kehren wir die Aufmerksamkeit mehr zu uns selbst, zu unserem Selbst – dafür sind wir auch zum Yoga gekommen!

So lassen wir unseren Beruf, verschiedene Lebensrollen, Ansichten, Erwartungen und alle Konzepte – draußen. Im Yoga üben wir uns, alle Konzepte zu überwinden um das „nackte“ Bewusstsein oder das pure Sein zu erfahren.

Kleine Ohrringe sind vielleicht nicht so störend beim Yoga wie ein Handy zum Beispiel. Wir können unsere Augen nicht auf die Ohrringe richten, aber schon auf das Handy. Das ist nicht in allen Yogazentren so und es kommt eher seltener vor, aber es gibt Menschen, die sich von ihrem Handy nicht trennen können. Sie lesen die letzten Nachrichten, wartend auf den Beginn der Yogastunde. In bestimmten Yogakörperhaltungen schaffen sie es sogar zu gucken ob eine SMS gekommen ist oder nicht.

Viele nehmen das nicht so wahr, aber auch die Zeit vor dem Beginn einer Yogastunde, genauso wie die Zeit danach, ist eine Zeit die auch zur Yogaeinheit gehört. Es empfiehlt sich ungefär 10-15 Min vor dem Stundenanfang zu kommen um (schon) entspannt anfangen zu können und nicht gehetzt in die Stunde einzuspringen. (Es empfiehlt sich). Auch nach der Stunde ist es schön, die Wirkung des Yoga nachspüren zu lassen und sich in einer entspannten Atmosphäre zu verabschieden und nicht gleich zu einem anderen Termin zu hetzen.

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Klamotten, die man für das Yogapraktizieren anzieht, ist eher eine Nebensache, jedoch in manchen Punkten schon wichtig. Sie soll nirgendwo am Körper einengen und bei bestimmten Asanas nicht stören, z.B. die Hose und T-Shirt sollten beim Schulterstand / Kopfstand nicht rutschen und übers Gesicht fallen.

Yoga bedeutet oft viel mehr als das was man sich normalerweise vorstellt. Leider wird es noch oft mit einer sportlichen Leistung verbunden und man macht es nur um „etwas für die Gesundheit zu tun“ oder weil jemand Bewegung oder „betrieblichen Gesundheitsmanagement“ propagiert. Gerade Zeit, Leistung und ein erzwungenes Bedürfnis nach fit-sein oder fit-bleiben, bedeutet es nicht, wirklich Yoga zu machen. Yoga ist eine, meistens 90-minütige Gelegenheit, so frei wie möglich zu sein, angefangen mit den unnötigen, nebensächlichen Äußerlichkeiten.

Yoga und Wandern auf der Insel Susak (Sommer 2018)

Noch immer bin ich von mir selbst überrascht, wieso ich noch nie auf dieser wundervollen kroatischen Insel war. Manchmal ist es mir unbegreiflich wie Kroaten die dort leben, die Schönheiten ihres Landes nicht kennen oder sich darüber überhaupt nicht interessieren. Wahrscheinlich wäre es auch für mich das gleiche wenn ich dort weiter gelebt hätte. Den Einheimischen reisen lieber woanders hin. Für mich ist das Entdecken der eigenen Heimat immer ein Highlight des Jahres. So war es auch diesen Sommer mit der Insel Susak.

Der Yogaurlaub auf der Insel Susak war so konzipiert dass man morgens Pranayama und am späten Nachmittag eine Wanderung mit anschließender Yogastunde in der Natur machen konnte.

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Das untere Dorf von dem oberen Dorf gesehen

Die Insel Susak ist aus Rijeka mit Katamaran oder aus Mali Losinj mit Schiff gut erreichbar. Das Dorf besteht aus dem „oberen“ und „unterem Dorf“ die mit einer Treppe oder manchen „geheimen“, verwachsenen Wegen verbunden sind.

Ausser Insel Rab welche auch einen Sandstrand hat, kann Insel Susak auf zwei große Sandstrände stolz sein. Und nicht nur das, im Unterschied zu anderen Inseln der Kvarner Bucht, ist die Vegetation hier fast wie in einem Dschungel. Nicht nur Sandstrände, auch Buchten mit Kiesstein und „turquisfarbenem“ Meer sind hier vorhanden. Es gibt manchmal so kleine Buchten, dass man ein Strändchen nur für sich haben kann, wenn man sich genug früh auf den Weg macht, oder wenn man ein Bißchen Glück hat. Die Vegetation ist üppig durch das hohe Schilf, in welchem sich viele Hütten verstecken. Ich habe gehört, dort wohnen Menschen, die mit der Außenwelt wenig zu tun haben wollen. Oder Künstler.

Die versteckten Wohnorte

Ethnologen, Anthropologen und Sprachwissenschaftler finden die Insel besonders interessant. So abgeschieden ist die Insel eigentlich nicht, bzw. nicht mehr oder weniger als die anderen Inseln der Kvarner Bucht. Die Kommunikation mit der Rest der Welt ist eigentlich hier gar nicht so erschwert wie man behauptet und dass sich deswegen ein besonderes altkroatisches Dialekt bis heute erhalten hat. Ich glaube die Außenwelt hat diese Insel eher ausgegrenzt, da die Einwohner oft untereinander heirateten.

Die Insel hat heutzutage zwischen 180 und 200 Einwohnern. Viele sind vor ca 100 Jahren ausgewandert, meistens nach Amerika. Die heutigen Enkelinnen und Urenkellnnen dieser Generation verbringen heute schon als Rentner den ganzen Sommer auf Susak. Die Amerikanisierung kann man an einigen der ersten großen Häuser im unteren Dorf sehen: amerikanische Flagge, schöne Blumen und etwas Kitsch.

Obwhol dieses ganze Gebiet Kroatiens früher unter Italien stand, ist die italienische Sprache hier nicht so präsent wie z.B. in Istrien oder Rijeka. Susak ist einzigartig, nicht nur durch das Erhalten der eigenen Sprache. Auch die Form der Trachten ist einzigartig, sie ist kurz, fast wie ein Minirock, bzw. endet etwas über die Knien und sowas findet man in Europa selten. Die Farben sind bunt, hell und interessanterweise fluorescent.

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Fotoquelle: http://www.visitecroatia.com/hr/magazin/zenska-jedinstvena-narodna-nosnja-u-europi-otok-susak/

Die Insel ist im Sommer ein touristischer Ort wie alle andere in Kroatien, jedoch nicht wie alle anderen. Als ich mit dem Schiff aus Mali Losinj ankam, wartete auf mich ein Traktor, um das Gepäck in das obere Dorf zu transportieren. Da normalerweise ein Traktor mehrere Gepäckstücke „nach oben“ fährt und ich alleine war, erlaubte mir der Fahrer, mitzufahren. Auf den ersten Blick freute ich mich, aber später habe ich die Idee bereut, da es für meine Ohren nicht so toll war.

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Der Traktorweg

Obwhol Susak ziemlich klein ist, gab es hier viel zu entdecken, besonders die Wanderwege durch das Schilf und Weinbau waren eine Abendteuer und unser Yogaurlaub verwandelte sich bald in eine tägliche Gehmeditation. Nicht nur die guten Wanderwegen die zu den schönsten Punkten der Insel führten, sondern auch die felsigen Wege die wir manchmal genommen haben um zu den schönsten, aber auch nicht so schönen Buchten zu kommen. Je nach dem, ob man vom unteren Dorf nach rechts oder links ging. Aber es ging darum, den Geist vom Last zu befreien, mehr in Kontakt mit der Natur, Stein, Sonne und Wasser zu kommen. Man konzentrierte sich darauf wo genau man tritt, es war in manchen Fällen und an einigen Punkten der Insel eine echte Herausforderung. Die nicht so schönen Buchten und Orte auf der westlichen Seite der Insel sahen manchmal fast apokaliptisch aus. Besonders schön fand ich die rötlichen Steinsalze in Kombination mit Blümchen.

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Himalayasalz?

Yoga machten wir im Weinbaufeld. Die Stille die sich von hier in uns ausbreitete, war nach einem hektischen Berlin-Jahr sehr wohltuend. Die Stille der Natur ist eigentlich die Musik der Natur, das sind ganz andere Geräusche, die wir in der Stadt nicht erleben können oder nur selten, beim zufälligen Spaziergang durch einen Park. Diese Stille werde ich vermissen.

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Weinbau-Yoga wurde hier geboren

Am wunderschönsten fand ich den Pranayama Ort morgens. Das Meerrauschen kam hier oben anders an, die Akustik begünstigte das meditative Erlebnis und ließ mich einfach sprachlos. Vor der Natur ist man fast immer sprachlos.

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Yogaurlaub ist immer eine Mischung aus Urlaub, Yoga und Spiritualität, so sind die Strände auch immer ziemlich wichtig für Yogaurlauberlnnen, zumindest in den Sommermonaten. Auf der Insel Susak gibt es zwei wunderschöne Sandstrände, die meiner Meinung und Erfahrung heilende Wirkung haben. Der erste Sandstrand im Ort (trotzdem nicht überfüllt) ist für Liebhaber des warmen Meeres ein guter Spot. Um wirklich schwimmen zu können, muss man einige Zeit im Meer laufen, dann kommt etwas tieferes und kälteres Wasser. Der Strand ist hervorragend für Familien mit kleinen Kindern, die Temperatur des Wassers am Eingang ist wie in der Badewanne fürs Babybad.

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Susak Sandstrand im Ort

Zum anderen, etwas exotischer aussehendem zweiten Sandstrand Bok, kommt man durch verschiedene Wege, schon in ca 20 Min Spaziergang am Meer oder durch die schilfreiche Wege aus dem oberen Dorf.

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Vielleicht im nächsten Jahr wieder! Außer Yogaurlaub und Yoga Retreats für alle, habe ich die Idee auch spezialisierten Yogaurlaub für Familien, mit Workshops für Männer und Frauen, sowie Kinderyoga hier anzubieten. Bis dann noch ein Paar Susak Impressionen:

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Atme deinen Geist

Warum ist das Atmen im Yoga so wichtig?

Erstens, ist das tiefe Atmen durch Stress, Umweltverschmutzung und hektisches Leben fast nicht mehr möglich. Das tiefe Atmen wird einfach vergessen, verlernt und mit Yoga kann es wieder erlernt werden.

Zweitens, jeder Atemzug steht im Yoga in direkter Verbindung mit dem Geist oder sagen wir mal, mit der Substanz des Geistes. In Yoga wird sie Vrittis genannt. Es gibt so viele Vrittis oder Bewegungen des Geistes dass wir sie alle nicht bewusst wahrnehmen können…Es arbeitet ständig.

Da die Yogis schon vor tausenden von Jahren festgestellt haben das der Atem in direkter Verbindung mit dem Geist und, besser gesagt, mit dem Zustand des Geistes ist, fangen sie an bestimmte Meditationen durchzuführen, was ihnen ab einem Zeitpunkt ermöglicht hat festzustellen dass der Geist ein Tool ist, aber nicht die Essenz des menschlichen Wesens. Mit Pranayama konnten sie ihr Prana (die Lebensenergie) und im Endeffekt auch ihr Leben, steuern.

Vielen ist bekannt, dass so wie wir denken so können wir werden. Aber vielen ist nicht bekannt dass der Atem unseres Denken verändern kann. Deswegen sagte Patanjali, ein Yogi der als erster Yogaweisheiten in Yogasturas niedergeschrieben hat, dass „Yoga´sch chitta vritti nirodhah“ ist (Yoga ist das „zur Ruhe Bringen“ der Bewegungen im Geist.) Damit meinte er unter Yoga nicht nur Asanas (Yogakörperhaltungen, bzw. Yoga wie wir es heute meistens kennen) sondern auch Atemübungen und Meditation, was auch nicht als getrennt angesehen werden kann.

Unter Stress atmen wir unser Leben aus uns heraus. Unsere Lebensenergie wird leichter verloren. Wir veratmen unser Prana (die Lebenskraft, die Energie, die in uns steckt). Wir möchten aber das Leben einatmen und leben! Die erste Übung die uns dazu bringt ist tief in den Bauch einzuatmen und spüren wie der Sauerstoff das ganze Becken füllt. Jedem ist auch das Gefühl bekannt wenn man mit voller Lunge einatmet, ein Gefühl der Erleichterung oder sogar Freude und Zufriedenheit ist automatisch vorhanden. Dazu kann zum Beispiel die vollständige yogische Atmung verhelfen.

Yoga, so wie ich es praktiziere, beinhaltet verschiedene Atemübungen, die es dem Anwender ermöglichen, sein Prana und verschiedene Pranayama Übungen kennenzulernen. Wir laden unsere Akkus aktiv durch bewusstes Atmen auf. Mit mehr Lebenskraft gelingt es uns, Freiräume zu schaffen, Dinge abzuwehren, die unsere Lebenskraft verstimmen. Jedoch für eine ernste Beschäftigung mit dem Prana ist ein erfahrener „Pranayama Guru“ notwendig! Auch ganz wichtig ist es – nicht zu rauchen.

Gerne zeige ich dir,

in der traumhaften Umgebung von der Insel Susak, die alten indischen Lehren des Pranayamas, vom 15. bis 22. Juli 2018.

 

man posing on sea shore during daytime

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