Der kleine Tempel

Viele fragen mich warum der Name „Der kleine Tempel“, geht es um ein Yoga Studio? Worum geht es eigentlich? Um darauf zu antworten muss ich einige Jahre zurückgehen und mich an Indien erinnern. Die Erfahrungen und Lebensbilder Indiens liefen mich oft sprachlos und speicherten sich in meine Seele ohne Bedarf sie jemanden mitzuteilen.
Einige dieser Bilder waren die kleinen Tempel, im Vergleich zu den farbigen, großen, monumentalen hinduistischen Tempeln, einfach und sparsam eingerichtet. Beide besaßen ihre Schönheit und eine bestimmte Atmosphäre. Die kleinen, oft mitten im nirgendwo, oder mitten in Großstädten, plötzlich erscheinend an einer unerwarteten Stelle oder in einem unerwarteten Moment, waren für mich die wichtigsten. Aber ich habe das erst Jahre danach in Berlin festgestellt während einer Meditation. Ich habe festgestellt dass man immer, in jedem Moment und an jeder Stelle – immer – das und alles hat was man braucht und dass man daraus die Kraft, die kreativen Ideen und Lösungen schöpfen kann. So enstand mein erster eigener Yoga Raum: „Der kleine Tempel“ in einem 18 qm großem (kleinen) Zimmer eines Berliner Plattenbaus.
Die kleinen Tempel sind natürlich klein, aber kraftvoll. Sie erinnern die Menschen an ihre wahre Natur. Sie sind wie ein Impuls im turbulenten Leben, ein Impuls der erhebt, beruhigt und immer weiter sanft schiebt. Sie erinnern die Menschen darauf innezuhalten, kurz zu entspannen, Augen zu schließen und durchzuatmen. Und wenn wir die Augen schließen, stellen wir fest – der Tempel ist in uns auch. Unser, dein, mein eigener Tempel, der kleine Tempel. Der sich immer erneuern, aufbauen und erweitern kann. Ein spiritueller Raum in uns der uns zeigt den tatsächlichen Zustand, der uns beruhigen aber auch beunruhigen kann, der uns zeigt was zu ändern ist oder was ganz gut ist, etwas wofür wir dankbar sein können.

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